Wenn das Glücksspiel zum Problem wird.

Auf den ersten Blick ist Glücksspielt eines: ein Adrenalin-Kick. Spieler möchten ihr Glück auf die Probe stellen und lieben das Gefühl, das sich nach einem Gewinn im Körper breitmacht. Nüchtern betrachtet weiß jeder, dass Glücksspiel eine potentielle Suchtgefahr birgt, dennoch erkranken regelmäßig zahlreiche Menschen an Spielsucht.

Spielsucht – ein Krankheitsbild

Wie bei jeder Sucht werden Betroffene zunächst nicht ernstgenommen in ihrer Erkrankung. Anfangs wird Suchtverhalten vor dem Umfeld geheim gehalten. Wenn es bekannt wird, wird den Erkrankten oft geraten, sich zusammenzureißen, vernünftig zu sein, nicht mehr zu spielen.

Betroffene wissen selbst, dass eine Spielsucht gefährlich ist. Ungern möchten sie sich eingestehen, wenn sie selbst in die Suchtfalle geraten. Es ist im Normalfall ein langer Prozess, bis Spieler zugeben, dass sie ihrer Sucht im Alleingang nicht mehr entkommen können.

Doch worin genau liegt der unüberwindbare Reiz? Im Glücksspiel sind alle gleich. Jeder Mensch hat die gleichen Chancen auf einen Gewinn. Niemand besitzt einen Vorteil durch bessere Bildung oder den besseren Job. Die Statistik in Online Spielotheken nimmt darauf keinerlei Rücksicht. Oftmals liegt der Reiz genau darin: Glücksspiel vermittelt das Gefühl der Chancengleichheit. Wenn man dann gewinnt, wird so viel Adrenalin im Körper frei, dass eine richtige Euphorie entsteht.

Eben diese Euphorie macht süchtig. Betroffene sehnen sich andauernd nach dem Gefühl, das sie aus dem Casino kennen. Im echten Leben lässt sich dieser Adrenalinschub nur sehr schwer nachstellen, weswegen immer wieder zum Glücksspiel zurückgekehrt werden muss. Die Spielerzahl nimmt immer mehr zu.

Doch der Schub wird immer schwerer zu erreichen. Die kleinen Kicks reichen nicht mehr. Der Süchtige braucht mehr. Die Gewinne müssen größer werden, gleichzeitig manövriert sich der Betroffene aber immer mehr in ein Beschaffungsdilemma.  Er muss Geld für das Spielen mobilisieren – immer mehr und immer öfter.

Wann beginnt Glücksspiel zum Problem zu werden?

Doch wo ist nun die Grenze zu ziehen zwischen Spielern, die den Adrenalinkick beim Glücksspiel zwar lieben, aber ihre Leidenschaft noch kontrollieren können, und denjenigen, die eine Sucht entwickelt haben? Der Grat ist schmal. Dennoch kann man pauschal behaupten, dass diejenigen, die bewusst über ihr Limit und die Spieldauer entscheiden können und ihre selbst gesetzten Grenzen auch wahren können, auf der sicheren Seite sind.

Wer spielen muss, weil der Körper nach dem damit verbundenen Glücksgefühl schreit, hat wahrscheinlich bereits ein Problem. Wer mit der Beschaffung von Geld für Einsätze kämpft, Spielschulden aufbaut oder sogar schon das Gebiet der Beschaffungskriminalität betritt, hat ganz gewiss bereits ein Problem.

Angehörige sollten bei einer bekannten Affinität zum Glücksspiel mit offenen Augen durch die Welt gehen und darauf achten, ob der Spieler in der Familie Anzeichen einer Sucht zeigt.

Wie man pathologisches Spielen erkennt, kann man hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Pathologisches_Spielen

Wie kann man es vermeiden, dass Glücksspiel zum Problem wird?

Wie bereits erwähnt, gibt es gewisse Grenzen, bei deren Wahrung nicht von einer Gefahr ausgegangen werden muss. Spieler sollten sich zunächst ein fair arbeitendes Casino suchen und sich darüber informieren, ob mit echten RNGs, also Zufallsgeneratoren gearbeitet wird. Zudem sollten Spieler sich immer ein Limit setzen – sowohl eine Höchstgrenze für die Einsätze während einer Session als auch die zeitliche Dauer einer Spiel Session. Diese Grenzen sollten stets gewahrt werden und nicht stückweise nach oben gesetzt werden.

Muss man sich Geld leihen, um seiner Lust weiter frönen zu können, ist ein Zeitpunkt erreicht, an dem Spieler sich Gedanken machen sollten. Tritt dieser Fall ein, sollte ernsthaft über das dauerhafte Aufhören nachgedacht werden.

Betroffene sollten sich immer jemandem anvertrauen. Das Glücksspiel sollte nicht komplett heimlich stattfinden, sondern so, dass jemand darüber Bescheid weiß, dass es ein großes Thema ist. So haben Spieler eine doppelte Kontrolle – verlieren sie ihre objektive Sicht auf das Suchtthema, können die Mitwisser darauf achten und einschreiten. Im schlimmsten Fall wird eine Therapie nötig, vor der Süchtige auf keinen Fall zurückschrecken sollten.

Klare Grenzen für ein gesundes Spielverhalten

Es ist auf jeden Fall möglich, ohne Sucht Glücksspiel zu betreiben. Dazu sind klare Grenzen und Rückkontrolle wichtig.